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Pressespiegel 2007

 
23.06.2007 Internet World Business

Lokale Größen - Interview

 

Im Gegensatz zu manch anderem Städteportal ist meinestadt.de ein rein kommerzielles Portal...

Annette Stegger: Im vergangenen Jahr lag unser Umsatz bei 17 Millionen Euro. Für dieses Jahr erwarten wir eine Steigerung auf deutlich über 20 Millionen Euro.

 

Wie sehen Sie Ihre Position im Wettbewerb der Städteportale?

 

Stegger: Wir sind wirtschaftlich nicht regional begrenzt, sondern können auf dem gesamten deutschen Onlinewerbemarkt agieren. meinestadt.de hat für alle 12.241 Städte und Gemeinden Deutschlands eigene Portale, denen die gleiche Struktur zugrunde liegt. Das hat erhebliche Vorteile für Nutzer und Werbekunden, die mit uns überall in Deutschland gezielt regionale Onlinewebung plazieren können.

 

Welche strategischen Ziele verfolgen Sie derzeit?

Stegger: Wir bauen unseren lokalen Content weiter aus und wollen unseren ersten Platz unter den lokalen Angeboten im deutschen Web festigen. In Kürze launchen wir eine eigene lokale Community und liefern die wichtigsten Daten wie Kinoprogramm, Veranstaltungen, Lehrstellen und Branchenbuch, auch als mobile Version auf dem Handy.

Welche wirtschaftlichen Perspektiven haben Städteportale? Wo liegen dabei die Unterschiede zwischen PPP-Modellen und privatwirtschaftlichen Angeboten?

Stegger: Ein gutes Stadtportal zu entwickeln und zu pflegen ist kostenintensiv, die Erwerbsmöglichkeiten sind dagegen sehr begrenzt. Portale großer Städte können bei hoher Nutzung auch wirtschaftlich erfolgreich arbeiten - gleichgültig, ob es sich um rein privatwirtschaftliche oder PPP-Modelle handelt. Für Portale kleinerer Städte - und das ist die Mehrheit - wird es schwer, eine wirtschaftliche Balance zwischen Aufwand und Ertrag zu erreichen. Bei den Nutzern werden sich Portale durchsetzen, die die relevanteren Inhalte in der nutzerfreundlicheren Darstellung liefern. Da spielt das Wissen über Internetmedien die zentrale Rolle und weniger die Eigentumsverhältnisse.